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Institut für energetische Körperarbeit und Kreativität
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Keramikwerkstatt

RAKU

Das japanische Wort bedeutet ursprünglich: Freude, spielerische Leichtigkeit, Schlichtheit, .., bezeichnet aber auch seit dem 16. Jh. eine der höchsten Auszeichnungen in der Tee-Keramik, die vom Kaiser persönlich vergeben wird.  Die Raku-Dynastie ist in ihrer strikten Tradition bis heute den ästhetischen Werten verpflichtet, die besonders in den Teeschalen zum „cha no yu“ – wörtlich „Heißwasser für Tee“, im westlichen Sprachgebrauch „Teezeremonie“ – zum Ausdruck kommt.

Das änderte sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts total, als auch in der Keramik ein west-östlicher Austausch begann. Vorangetrieben durch die „Urväter“ der modernen Keramik, Bernard Leach aus England und Shoji Hamada aus Japan, ein großer Verfechter der sogenannten Mingei (also wörtlich: Volkskunst) und dem Philosophen Soetsu Yanagi gelangte das Raku in den 20er Jahren zunächst nach Großbritannien. In den 60er Jahren kam zum Raku wesentlich durch Paul Soldner von der amerikanischen Westküste der künstlerische Aspekt hinzu. Die Keramiker beiderseits der Ozeane waren fasziniert von der Technik, aber besonders die „wilden“ kalifornischen Künstler waren (auch aufgrund sprachlicher Missverständnisse!) extrem respektlos der Raku-Tradition gegenüber und entwickelten neue Stile. Das heutige sogenannte westliche Raku hat also wenig mit seinem Ursprung gemein, es sei denn: die Schlichtheit und das spielerische, ja pyromanische Vergnügen im Raku-Brennen selbst!

Bei ca 900 °C kommen die glasierten Stücke kirschrotglühend aus dem Ofen und werden entweder an der Luft abgekühlt – das entspricht am ehesten dem japanischen Raku – oder kommen zur sogenannten Nachreduktion in ein dichtes Sägemehl- oder Grasschnittbett. Durch die extreme Temperaturschwankung, der die Glasur ausgesetzt wird, springt sie - manchmal auch leider nicht nur diese! – und das verkohlende Sägemehl dringt in die Poren, Risse, Sprünge ein und färbt sie tief schwarz. Der „Zufall“ hat also beim gesamten Prozess seine Hand im Spiel. Im Zusammenwirken von Zufall und Feuerspuren, der seidig glänzenden Glasuroberfläche und der schwarz schillernden Rauheit des Scherbens liegt der Reiz des Raku.


Je spielerischer, desto Raku!


Inspiriert von japanischer Tuschmalerei dient meine Keramik den Engoben (eingefärber Tonschlicker) und Pinseln als Mal-Grund.

Das Spiel von Linie, geometrischer Form in und um Raum-Körper, von raschem Strich und Rhythmus ist wie ein Tanz - vor dem Feuer, dessen Spuren der Brand festhält.

Feinsteinzeug, gedreht und Plattentechnik (Zushi-Geschirr, Fliesen). Raku.

Kurse für Kinder und Erwachsene. Keramiktechnik verbinde ich mit Erfahrungen aus der Arbeit am Tonfeld®.

Wochenendkurse auf Anfrage.

Arbeit am Tonfeld in Einzelstunden als intensives „Kreativitätstraining“